Folge 17: Havarien und die Rückschlüsse auf die Ladung und das Stauen

Container-Identifikation | Wer ist verantwortlich bei der Ladungssicherung? | Reibwert auf dem LKW | Eingangskontrolle Container

Folge 17: Havarien und die Rückschlüsse auf die Ladung und das Stauen

Sigurd Ehringer - SeLogCon

Zum Autor:

In einer Reihe von Fachbeiträgen aus der Praxis, zu Themen rund um den Container und LKW, erhalten Sie Profiwissen aus erster Hand.
Wie sichert man Ladung korrekt und was sind die Grundlagen der Ladungssicherung?

Erarbeitet und vorgestellt werden sie von Sigurd Ehringer, Inhaber von SE-LogCon:

  • VDI-zertifizierter Ausbilder für Ladungssicherung
  • Fachbuch-Autor
  • 8 Jahre Projektmanager
  • 12 Jahre bei der Bundeswehr (Kompaniechef)
  • 20 Jahre Vertriebserfahrung
  • seit 1996 Berater/Ausbilder in der Logistik
  • 44 Jahre Ausbilder/Trainer in verschiedenen Bereichen

Folge 17: Havarien und die Rückschlüsse auf die Ladung und das Stauen


Immer wieder kommt es zu Schiffsunfällen und Havarien. Ein Teil davon geht auf das Konto von falschen Angaben zur Ladung, zum Gewicht oder falsche bzw. fehlende Klassifizierung bei Gefahrgütern.

Mangelhafte Ladungssicherung führt zu Transportschäden. Nicht selten kommt es zum Totalverlust der Schiffe.


Ein Container-Schiff auf hoher See

Alle Vorfälle werden eingehend von verschiedenen Behörden untersucht, bis es zu einem abschließenden Urteil kommt. Danach werden Überlegungen angestellt, wie sich in Zukunft solche Vorfälle verhindern lassen.

Wir als Verlader/Containerpacker erfahren diese Ergebnisse in Form von Änderungen, Ergänzungen oder besonderen Anmerkungen zu oder in Vorschriften und Gesetzen.


Dies ist zum Beispiel die zweijährige Aktualisierung des IMDG-Code, das Regelwerk für Gefahrgut-Transporte mit/auf Schiffen. Die Details dazu sind in den Spalten 15, 16a und 16b der Tabelle 3.2 zu finden.

Die Spalte 15 des IMDG-Code bezieht sich auf den EMS-Code.

Er gliedert sich in zwei Teile:

  • Empfehlungen für die Bekämpfung von Feuer mit den Kürzeln F-A bis F-J
  • Empfehlungen für die Bekämpfung von Leckagen mit den Kürzeln S-A bis S-Z

Der Versender von Gefahrgut muss im Beförderungspapier die Kürzel des EMS-Code, bezogen auf die UN-Nummer, benennen.

Quelle: Storck-Verlag; Hamburg


Beispiel: UN-1950 Druckgaspackungen (Aerosole)

  • EMS-Code: F-D
  • EMS-Code: S-U

Enthält die Beförderungseinheit, z.B. der Container, Druckgaspackungen, dann gelten für die Schiffsbesatzungen im Falle eines Unfalles oder einer Leckage die nebenstehenden Regeln (Auszüge).


Die Spalte 16a des IMDG-Code bezieht sich auf die Stauung und Handhabung von Gefahrgütern auf Schiffen. Das Beispiel rechts bezieht sich auszugsweise auf Gefahrgüter der Klassen 2-9, welche in begrenzten Mengen verpackt sind. Sie können an Deck oder unter Deck gestaut werden.

Im Detail gelten die Hinweise, die konkret zur UN-Nummer genannt werden.

Staukategorie A

Frachtschiffe oder Fahrgastschiffe, deren Fahrgastzahl auf höchstens 25 oder 1 Fahrgast je 3 m der Gesamtschiffslänge begrenzt ist, je nachdem, welche Anzahl größer ist.

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AN DECK ODER UNTER DECK

Die Spalte 16b des IMDG-Code bezieht sich auf die Trennung von Beförderungseinheiten auf dem Schiff, in Abhängigkeit von den Gefahrgütern, die sie enthalten.

Die Hinweise rechts beziehen sich auf die UN-Nummer 1950 Druckgaspackungen.

SW1: geschützt vor Wärmequellen

SW22: Für DRUCKGASPACKUNGEN mit  einem Fassungsvermögen von maximal 1 Liter: Staukategorie A.

Für DRUCKGASPACKUNGEN mit  einem Fassungsvermögen von über 1 Liter: Staukategorie B.

Für ABFALL-DRUCKGASPACKUNGEN: Staukategorie C, frei von Wohn- und Aufenthaltsräumen.


Die Grundlage für solche Regelungen ist die „International Convention for the Safety of Life at Sea (SOLAS), welche 1914 nach dem Untergang der Titanic verabschiedet wurde.

Sie wird nach Bedarf/Anlass in Abständen immer wieder aktualisiert. Hier werden Grundsätze vereinbart, welche dann von der „International Maritime Organization (IMO) in detaillierte Maßnahmen umgesetzt werden.


Eine davon ist das „Verifizierte Bruttogewicht“ das 2014 mit dem MSC.1/Circ. 1475 9 June 2014 in Kraft gesetzt wurde.

Diese Thematik wird in einer der nächsten LaSi-Blog-Folge behandelt werden.

Ihr Sigurd Ehringer.


Erwin DeppischKey-Account Manager - G&H GmbH Rothschenk


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Wir entwickeln für unsere Kunden, zu denen auch Großkonzerne z.B. aus der Chemie-, Getränke– und Automobilbranche gehören, indiviuelle Ladungssicherung. Daher sind wir es gewöhnt uns in unserer eigenen Forschungs- und Testabteilung neue Produkte und Lösungen einfallen zu lassen.

Wir stehen für Qualität “Made in Germany“. Nicht nur bei der Entwicklung, sondern auch bei der Herstellung. Denn wir sind der einzige Hersteller für Ladungssicherung mit einem eigenen Produktionsstandort in Deutschland. Echtes “Made in Germany” eben.


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