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Folge 66 Fässer richtig sichern – stabile Ladeeinheiten

Mit dem heutigen Beitrag möchte ich einen weitere Problemladung angehen, das Fass. Das „Runde muss in das Eckige“, das weiß jeder Fußballspieler. Die haben vergleichsweise ähnliche Probleme damit, wie der Verlader und Verpacker.

Das Fass ist einer der ältesten Transportbehälter und wurde laut Wikipedia von den Kelten erfunden. Der Römer Plinius hat bereits 50vChr. das Fass aus Dauben beschrieben. Schon damals war der Transport, sowie das Be- und -Entladen der Fässer bei den Weinbauern und Bierbrauern ein schwieriges Unterfangen.

Die Lösung war der Beruf des Schroters oder Fassziehers. Diese Leute waren speziell mit der Handhabung der Fässer, aus dem Keller auf das Transportmittel und umgekehrt, beauftragt. Dazu wurde die sogenannte Schrotleiter, ein spezielles Hilfsmittel für die schweren Fässer benutzt. Es waren also Spezialisten am Werk!

Und heute? Das Fass macht immer noch Probleme und die Schrotleiter ist in Vergessenheit geraten.
Das Kernproblem ist die feste Verbindung des runden Fasses mit dem eckigen Ladungsträger.

Die folgenden Bilder aus einem Fahrversuch sollen das Problem verdeutlichen.

Dieser Screenshot von einem Fahrversuch zeigt die Situation vor dem Bremsen.

Die roten Fässer rechts stehen nur mit einer Bauchbinde gesichert auf der Palette.

Die rotweisen Fässer in der Mitte sind mit viel Stretch-Folie mit der Palette verbunden.

Die weißen Fässer links hinten sind mit einem Fassstern gesichert.

Der Screenshot nach dem Bremsen.

Bei den roten Fässern rechts löst sich der Verbund auf und sie verlassen einzeln den Ladungsträger.

Die roteweisen Fässer verlassen als Block die Palette, weil die Folie an der Palettenkante abreißt. Sie werden jedoch von der Stretch-Folie zusammengehalten.

Die weißen Fässer, ganz links im Bild, stehen noch am gleichen Platz.

Durch die beim Ladungsverschub entstehenden Freiräume lösen sich die Ladeeinheiten komplett auf.

Auch die mit Stretchfolie gesicherten roteweisen Fässer.

Lediglich die mit dem Fass-Stern gesicherte Ladeeinheit links bleibt unverändert.

Dieser Screenshot zeigt, dass Ladeeinheiten mit einem einzelnen Fass, auch wenn es gut gesichert ist, nicht kippstabil sind.

Beim Sichern der Ladung auf/im Transportmittel muss dies berücksichtigt werden.

Der mit „Bordmitteln“ durchführbare Kipptest ist eine gute Möglichkeit, um die situationsgerechte Sicherungsmethode zu testen.

Über die Veränderung des Kippwinkels lässt sich die Wirksamkeit der Methode feststellen.

Je besser die Sicherung, desto höher der Kippwinkel.

Diese Fässer stehen lose auf dem Ladungsträger. Die weise Bauchbinde dient lediglich zur Sicherung beim Transport mit dem Gabelstapler.

Eine Ladungssicherung ist es nicht.

Das Niederzurren mit Gurten über die Paletten ist ebenso unsachgemäß ausgeführt, weil die Deckpalette der Vorspannung nachgibt.

Bei einer Vollbremsung würden sich die Fässer wie Billardkugeln verhalten und sich soweit verdichten, wie es die Freiräume zulassen.

Im Falle einer Vollbremsung würde sich dieses Fass mit großer Wahrscheinlichkeit lösen und bis zum nächsten Widerstand bewegen.

Mit einer rutschhemmenden Palettenauflage würde sich die Situation wesentlich entspannen, aber das Problem nicht endgültig lösen.

Das Umreifen eines einzelnen Fasses ist kritisch, weil sich das Umreifungsband durch die Erschütterungen beim Transport von seiner optimale Linie wegbewegt und dadurch locker wird.

Der Kantenschutzwinkel kann das nicht verhindern.

Die Vorspannung geht verloren und das Fass ist nicht mehr gesichert.

Die einfachste Lösung wäre ein Kreuz aus Brettern auf dem Fass, über das dann die Umreifungsbänder laufen.

Der Umfang der Bänder wäre damit fixiert, könnte sich nicht mehr verändern, wodurch die Vorspannung nicht verloren geht.

Gerade bei Kunststofffässern wäre eine rutschhemmende Palettenauflage immer von Vorteil.

Diese rutschhemmend beschichtete Auflage aus einem Wabenkarton hat den Zweck, dass sie beim Umreifen gezielt einreißt und somit das Verrutschen des Umreifungsbandes verhindert.

Der Umfang bleibt stabil, wodurch die Vorspannung nicht verloren geht.

Dieses Fasskreuz ist eine elegante Lösung.

Das gibt es auch für Kunststofffässer und in verschiedenen Varianten von ein bis vier Fässern.

Sind mehrere Fässer auf einer Palette, sind Kantenschutzwinkel eine gute, aber aufwändige Lösung, weil immer vier Umreifungen notwendig sind, um die Ladeeinheit zu stabilisieren.

Bei der Verwendung von Umreifungsband müssen etliche Randbedingungen beachtet werden.

Dieses Problem wird mit fertigen Gurtbandsystemen gelöst.

Sie sind für verschiedene Standard-Fassgrößen verfügbar und mehrwegfähig.

Speziell bei Fässern aus Kunststoff ist der Reibbeiwert zur Palette sehr gering.

Beim normalen Umreifen können sie sich, wegen der größeren Banddehnung (>10%), aus der Sicherung lösen.

Bei Gurtband-Systemen liegt die Dehnung unter 7%, weshalb hier dieses Risiko gegen Null geht.

Außerdem ist der Zeitaufwand für das Sichern im Vergleich zum Umreifen geringer.

Eine weitere gute Lösung ist das DrumGuard-System.

Das Metallformteil erfasst die Fassränder und verbindet sie über eine lange Schraube mit der Palette.

Das ist eine formschlüssige Sicherung.

Die vorstehend gezeigten Lösungen sind nicht vollständig und es kommen immer wieder neue dazu. Es ist also notwendig, sich zu informieren was es alles am Markt gibt und die eine oder andere Möglichkeit zu testen.

Wer den Herrn Goggle nach dem Stichwort „Fasssicherung“ befragt und auf „Bilder“ umschaltet, bekommt eine Menge an Situationen und Lösungen aufgezeigt. Der Besuch von Messen wie die FachPack in Nürnberg oder die LogiMat in Stuttgart sind dazu gute Gelegenheiten.

Wie immer sollen meine Darstellungen die Thematik nur anreißen, aber nicht erschöpfend behandeln. Wer sich mit der Aufgabenstellung vertraut macht, wird vielleicht Lösungen finden, die einfach und besser sind. Lediglich nichts tun erhöht das allgemeine Risiko während der Transportphase für alle Beteiligten und das sollte unbedingt vermieden werden.

Packen Sie es an, es kann nur besser werden!

Ihr Sigurd Ehringer

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