Anwendung

Die gÀngigsten Zurrarten sind:
 
  • Diagonalzurren
    • Dabei werden die Gurte an allen vier Ecken der Ladung angebracht und diagonal, meist ĂŒber Kreuz gezurrt. Hierbei spielen die Zurrwinkel eine entscheidende Rolle
  • Niederzurren
    • Dabei wird der Zurrgurt ĂŒber die Ware gelegt und diese durch Spannen auf den Boden gedrĂŒckt. Hierbei ist eine relativ hohe Anzahl Zurrmittel erforderlich, welche mittels Antirtuschmatten (Reibwerterhöhung) reduziert werden kann.
  • Kopflashing mit Palette
    • Hierbei wird in Fahrtrichtung, also stirnseitig eine Palette vor die Ware gestellt, das Gurtband durchgefĂŒhrt und somit eine "kĂŒnstliche Stirnwand erzeugt". Der Schwerpunkt der Ware muss dabei immer unterhalb des Zurrmittels liegen.
  • Kopflashing mit Halteband
    • Bei dieser Varainte wird anstelle einer Palette ein Haltband ĂŒber die Ware gefĂŒhrt, welche das stirnseitige Gurtband in der Höhe fixiert. Ein Zurrmittelrechner unterstĂŒtzt bei den korrekten Zurrwinkeln.
  • Buchtlashing
    • Es dient als eine Art "Bordwandersatz" und ist als Seitenschlingenzurren ausgefĂŒhrt. Hierbei ist das Buchtlashing in Fahrtrichtung fast nicht wirksam, sodass hier mit einem Formschluss, z.B. an der Stirnwand des Aufbaus, gearbeitet werden muss.
In unserem Fachbeitrag: Folge 25: Welche Zurrarten gibt es bei der Ladungssicherung? finden Sie die verschiedenen Zurrarten jeweils als Bild mit detailierter ErklÀrung.
 
Ausserdem ein Upgrade in diesem Artikel: Das Label auf dem Zurrgurt - Fake erkennen - was muss wirklich draufstehen?
Formschluss beim LKW wird meist dadurch erreicht, indem die Ware an die Stirnwand gestellt wird. Daher ist entscheidend, wieviel KrĂ€fte der Aufbau z.B. bei einer Vollbremsung aufnehmen kann. In der EuropĂ€ischen Norm: „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen – Aufbauten an Nutzfahrzeugen – Mindestanforderungen; Deutsche Fassung EN 12642:2016“ - oder kurz: EN-12642 Code XL, sind sowohl die Aufbauten "L", als auch die Aufbauten "Code XL" definiert.

Des Weiteren kann der Gleit-Reibbeiwert durch den Einsatz von Antirutschmatten positiv verĂ€ndert werden. Aber auch einfache Maßnahmen wie das Abkehren der LadeflĂ€che haben Einfluss auf den Reibwert zwischen Palette und LKW-LadeflĂ€che.

Formschluss der Ladeeinheiten, also das Stellen der Ladung möglichst ohne LĂŒcken bzw. durch AusfĂŒllen der StaulĂŒcken z.B. durch StausĂ€cke ist ebenfalls sehr wichtig. Anhand von Fallbeispielen erlĂ€utern wir Ihnen in unserem Blogartikel die verschieden Aspekte und Möglichkeiten in der Praxis.
Es gibt zwei klassische FehleinschÀtzungen:
 
- organisatorische
- physikalische
 
Organisatorische Faktoren können durch mangelnde Information, schlechte Abstimmung der bei der Verladung beteiligten Personen oder mangelhaft kommunizierter Ladungssicherungsbedarf (z.B. falscher LKW Aufbau bestellt) entstehen. Die Folge ist in der Regel, dass die Verladung nicht stattfinden kann oder mit unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen Kompromissen durchgefĂŒhrt wird.
 
Physikalische FehleinschÀtzungen resultieren oftmals aus falsch eingeschÀtzen Gewichten in der Relation zu tatsÀchlicher Sicherungskraft der Ladungssicherungsmittel. Oftmals werden auch die Zurrwinkel falsch gewÀhlt oder die Ladung nur in eine Richtung gesichert.
 
Fallbeispiele und die genauen Fehler finden Sie in unserem Fachbeitrag: "Folge 14: FehleinschÀtzungen bei der Ladungssicherung"
Der Reibwert bei der Ladungssicherung fĂŒr LKWÂŽs spielt eine große Rolle bei der Wahl der richtigen Ladungssicherungssmittel. Bestimmt er doch das zu sichernde Ladegewicht. Welche Rolle spielt dabei eine saubere LadeflĂ€che? Wie bringe ich meine Verlader dazu, die Grundregeln einzuhalten?

KraftschlĂŒssige Ladungssicherung bedeutet, das die Ware und die Sicherungsmittel möglichst viel AuflageflĂ€che besitzen. Ein Beispiel wĂ€re eine Ladeeinheit aus Kartonage auf einer Europalette, welche mit StausĂ€cken gesichert wird.

Buchtlashing

Das Buchtlashing ist eine Methode, die auch als Loop-Lashing bekannt ist, und kommt, wie vieles bei der Ladungssicherung, aus der Seefahrt. Eine Schlinge wird um die Ladung gelegt und die Schlingenenden am Transportmittel befestigt.

Wie beim Kopflashing ist die LC der Gurte und der Zurrösen entscheidend.

Kopflashing

Das Kopflashing ist eine hervorragende Methode, um eine Ladung nach hinten zu sichern. Die hochkant stehenden Paletten bilden eine FlĂ€che zur besseren KraftĂŒbertragung und halten die Gurte in Position. Im Beispiel rechts kann ĂŒberschlĂ€gig, ohne BerĂŒcksichtigung der genauen Winkel und der Reibung, eine Sicherungskraft von 8.000daN angenommen werden.

Die Zurrwinkel mĂŒssen jedoch immer unter 45Âș liegen, um einen möglichst hohen formschlĂŒssigen Anteil der Sicherungskraft zu bekommen.

Lesen Sie den gesamten Fachbeitrag mit Bildern und Praxisbeispielen in unserem LaSi-Blog.

  • FormschlĂŒssige LaSi bedeutet, dass die Ladung lĂŒckenlos verstaut ist und direkt am Fahrzeugaufbau anliegt. Voraussetzung hierfĂŒr ist allerdings ein ausreichend stabiler Fahrzeugaufbau
  • KraftschlĂŒssige LaSi bedeutet, dass die Ladung durch Niederzurren auf die LadeflĂ€che gepresst wird. Durch das Anpressen erhöht sich die Reibungskraft. Diese wiederum sichert gegen Rutschen. Letztendlich sichern nicht unmittelbar die Zurrmittel die Ladung, sondern sie erhöhen und erhalten die Reibungskraft. Die Reibungskraft sichert die Ladung.
Durch den Einsatz von Antirutschmatten zum Boden hin, sowie den Einsatz von StausĂ€cken/Staupolstern kann Reibungskraft erhöht werden. Antirutschmatten erhöhen dabei die Reibung zwischen Palette und LadeflĂ€che. StausĂ€cke fĂŒllen vorhandene StaulĂŒcken formschlĂŒssig aus. Bei Letzterem wird die Ladung rechts und links an die Wand gedrĂŒckt und dadurch die Reibung zwischen Wand und Ware erhöht.
Ungesicherte Ladung stellt immer eine Gefahr fĂŒr alle Verkehrsteilnehmer dar. Daher muss die Ware entsprechend mit Ladungssicherungsmitteln gesichert werden um zu verhindern, das diese zur Seite herausgeschleudert wird und/oder beschĂ€digt wird und/oder Passanten dadurch gefĂ€hrdet werden.
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